Florian Scharnofske

Reise eines furchtlosen Herzens

Auftragskomposition für die Reiss-Engelhorn-Museen zur Ausstellung "Ursprünge der Seidenstrasse" "...ein musikalisches Feuerwerk geheimnisvoller Klänge mit Jazzelementen..." schrieb der Mannheimer Morgen 03/2008In den Kompostitionen von Florian Scharnofske finden Balkan-, fernöstliche, orientalische und lateinamerikanische Musik in der ungewöhnlichen Besetzung Geige, Percussion, Gitarre und Klavier zusammen und verbinden sich in Jazz-Manier zu einer  verzaubernden Klanggeschichte in vier Teilen.

1. Reise eines furchtlosen Herzens
2. Vertrauen in den ewigen Fluß
3. Ein Geschmack von Liebe
4. Die Hoffnung trägt das Glück

Kennen Sie das Gefühl, einen Auftrag angenommen zu haben, um dann zu bemerken, dass Sie eigentlich gar nicht wissen, auf was sie sich da eingelassen haben? "Schreiben Sie vier Stücke für unsere Ausstellung "Ursprünge der Seidenstrasse" und verarbeiten Sie dabei Musik aus Xinjang." Hieß der Auftrag der Reiss-Engelhorn-Museen und machte auf den Komponisten den Eindruck einer kurzen Routineangelegenheit, bis er dann eine Musikkassette mit uigurischer Musik zur Orientierung erhielt und erschrak. Diese Musik aus den so genannten 12-Muqam war so anders und in ihrer Andersartigkeit für einen Standardumsetzung viel zu komplex. Der Künstler nahm sich Zeit, stellte sich der Herausforderung, bis schließlich seine Reise durch die uigurische Musikwelt Formen an nahm. Als der Konzerttermin näher rückte, fügten sich die Töne fast wie von selbst zu Melodien zusammen, die in ihrer Art und schlichten Schönheit sogar den Komponisten selbst überraschten. Die Musiker, die er speziell für diesen Anlass auswählte, brachten ihrerseits all ihre Weltmusik-Erfahrungen und ihre Spielfreude mit ein und als bei der Uraufführung im Reiss-Egenhorn-Museum die Ehrengäste, eine uigurische Delegation und der Vize-Außenminister der VR-China, unter Standing-Ovations jedem der Musiker aus Anerkennung eine DVD der uigurischen Kultur überreichten, war klar, dass diese Musik nicht  das letzte Mal gespielt worden war. Die vier Musiker gründeten das WeltJazzCafe.