Teil 1 : 24. - 31. August in Bayreuth
Teil 2: 01. - 09. September in Tunis
Seit 2002 laden wir unsere Stipendiaten auch zu jährlichen Workshops auf internationaler Ebene ein: gemeinsam mit jungen Musikern/innen aus Libanon, Syrien, Irak,Jordanien, Palästina, Ägypten, Tunesien, Marokko, Dubai und Oman wurden in den vergangenen Jahren Konzerte erarbeitet, deren Programme sowohl westliche wie auch arabische Musikkultur beinhalteten. Begleitende Vorträge über Themen, die das Verständnis für die arabische Welt vertiefen sollen, fördern das gegenseitige Kennenlernen von jungen Menschen aus Orient und Okzident.
Anschließend wurden diese Konzerte in Aleppo, Amman, Beirut, Kairo, Damaskus und Tripolis aufgeführt. Die Konzertreisen bieten die zusätzliche Gelegenheit, weitere Einblicke in die andere Musikkultur zu gewinnen, die fremden Lebensbedingungen authentisch kennenzulernen und Freundschaften zu vertiefen.
Seit 2009 haben wir den Workshop in Kooperation mit dem "Festival Junger Künstler Bayreuth" organisiert. Deren Tradition -seit 60 Jahren wurden jährlich bis zu 300 MusikerInnen nach Bayreuth eingeladen- bietet die zusätzliche Möglichkeit für die Teilnehmer von Orient meets Occident, Kontakte mit jungen Menschen aus der ganzen Welt herzustellen.
Diese Kooperation wird auch in diesem Jahr fortgesetzt:
In diesem Jahr wird „Orient meets Occident“ in 2 Teilen organisiert und trägt durch Auswahl der Veranstaltungsorte dem Stiftungsziel in besonderer Weise Rechnung:
in Bayreuth in Kooperation mit dem „Festival Junger Künstler Bayreuth“
in Tunis in Kooperation mit dem „Institut Supérieur de Musique de Tunis“
Wurzeln in die Zukunft: Tradition und Moderne in Jazz, Arabischer und europäischer klassischer Musik und ihre interkulturellen Hintergründe:
Der diesjährige Workshop in der Reihe - "Orient meets Occident"- führt in die Grundlagen von Jazz und improvisierter Musik sowie arabischer, vor allem tunesischer Klassik ein. Westlichen klassischen MusikerInnen wird damit der Einstieg in ein neues Repertoire und vielleicht unbekannte Klangwelten geboten.
Arabische klassische MusikerInnen gewinnen Einblicke in den Jazz und seine spezifischen Improvisationstechniken. Libanesische, ägyptische und palästinensische MusikerInnen lernen daneben die eigenständige tunesische arabische Klassik, den Maalouf, kennen.
In parallelen Workshops und Diskussionen wird das Bewusstsein aller TeilnehmerInnen für das Thema "Interkulturelle Musikvermittlung" geschärft. Der Begriff "interkulturell" umfasst hier nicht nur die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kulturen (z.B. arabische Welt und Europa), sondern auch zwischen eigenständigen musikalischen Stilen (Jazz, westliche Klassik, arabische Klassik). Dabei geht es auch um das Selbstbild der beteiligten MusikerInnen und seiner Darstellung in Musikleben und Musikmarkt.
Vladimir Ivanoff : Interkulturelle Musikvermittlung, Deutschland
M.-A. Khammoun: Jazz und Improvisation, Tunesien
Ziad Gharsa: Classical Tunesien music, Maalouf, Tunesien
Hugo Siegmeth: Jazz und improvised music
24.8. Anreise Bayreuth
25.-29.8.:
- Probenarbeit Big Band
- Interkulturelle Musikvermittlung
30. 8. Abschlusskonzert Bayreuth
31.8. Anreise Tunis
1.-3.9 :
- Einführung in „Maalouf“
- Lokale arabische M.-Tradition
4.-8.9. Proben und Abschlußkonzerte:
5.9. Theater Hammamet
6.9. Palais d‘Enneima Ezzahra
- westliche klassische Musik: sämtliche Orchester- und Soloinstrumente sowie Gesang
(mit Interesse an arabischer Klassik)
- arabischer und europäischer Jazz: alle Instrumente und Gesang
-arabische klassiche Musik: alle Instrumente (Nay, Ud, Qanoun, Perkussion) und Gesang
- klassische tunesische Musik: alle Instrumente und Gesang