Trailer zum Workshop Bayreuth 2011 - Orient meets Occident
Konzertmitschnitt Bayreuth 2011 - Orient meets Occident

Orient meets Occident: ein nachhaltiger Kulturdialog in Kooperation mit "Festival Junger Künstler Bayreuth" 16.-23. August 2011

Seit 2002 laden wir unsere Stipendiaten auch zu jährlichen Workshops auf internationaler Ebene ein: gemeinsam mit jungen Musikern/innen aus Libanon, Syrien, Irak, Jordanien, Palästina und Ägypten wurden in den vergangenen Jahren während 2-wöchiger Kurse Konzerte erarbeitet, deren Programme sowohl westliche wie auch arabische Musikkultur beinhalteten. Begleitende Vorträge über Themen, die das Verständnis für die arabische Welt vertiefen sollen, fördern das gegenseitige Kennenlernen von jungen Menschen aus Orient und Okzident.

Anschliessend wurden diese Konzerte in Aleppo, Amman, Beirut, Cairo, Damaskus und Tripolis aufgeführt. Die Konzertreisen bieten die zusätzliche Gelegenheit, weitere Einblicke in die andere Musikkultur zu gewinnen, die fremden Lebensbedingungen authentisch kennen zu lernen und Freundschaften zu vertiefen.

In 2009 hatten wir eine Premiere: zum ersten Mal fand der Workshop in Kooperation mit dem Festival Junger Künstler in Bayreuth statt. "Die arabische Passion nach J.S. Bach", bearbeitet von unserem musikalischen Leiter, Dr. Vladimir Ivanoff, wurde in Bayreuth, Bonn, Beirut und Damaskus aufgeführt. 

In 2010 haben wir erneut nach Bayreuth zu "orient meets Occident" eingeladen:"Wege zu Parzifal-oder die Suche nach dem heiligen Gral in der Musik zwischen Orient und Okzident"Westliches Repertoire aus Mittelalter, Renaissance und Barock um das Parsifalthema, klassisch-arabische Musik des 12. Jh. aus Al-Andalus, Experimente aus Wagners Parsifal, Arrangements und Kompositionen, auch im Jazz- und Popbereich, über das genannte Thema waren Inhalt des Workshops mit einem unvergessenen Abschlußkonzert in Bayreuth.

Workshop 2011

Im August 2011 wird unsere Stiftung in Kooperation mit dem "Festival Junger Künstler Bayreuth" erneut den Workshop "orient meets occident " in Bayreuth organisieren:

Dieser achte -und zum dritten Mal in Bayreuth stattfindende- Orient meets Occident Workshop bietet mehre parallele musikalische Angebote und Möglichkeiten, Menschen mit sehr unterschiedlichen musikalischen und kulturellen Hintergründen zu begegnen.

Zwei Welten? Eine Musik?

Arabsiche klassische Musik, das klangliche Symbol für die goldene Vergangenheit und die kulturelle Einheit der arabischen Welt sowie Jazz, die etablierte Klangikone der westlichen Moderne amerikanischer Prägung:

zwei Musikwelten, die beide tief in ihrer mündlichen Kultur und ausgeprägten Improvisationskunst verwurzelt sind. Die Gemeinsamkeiten beider Stile geben die Möglichkeit zu kommunizieren, ihre grundsätzlichen Unterschiede schaffen kreative Spannung.

In Ensembles mit arabischen (Ägypten und Tunesien) und deutschen Studenten werden Grundlagen beider musikalischer Traditionen sowie die jeweilige Herangehensweise an die Improvisation praktisch erarbeitet und theoretisch beleuchtet. Spezialisierte kurze Workshops wechseln mit einer "Open Stage" ab, auf der alle Beteiligten frei und kreativ miteinander kommunizieren.

Kernthemen für die Arbeit in und den Vergleich von beiden musikalischen Welten sind:

 - Rhythmik und Metrik : Jazz & Arabische Musik
 - Tonale Systeme / Modale Systeme
 - Musikalische Formen
 - Melodieführung
 - Motivische Arbeit
 - Formen freier und gelenkter Improvisation
 - Repertoeire-Erarbeitung für das Abschlusskonzert

Eingeladen sind StudentenInnen mit Erfahrung im Bereich Jazz und Improvisation an allen Jazzinstrumenten( Vocal, Saxophon, Trompete, Posaune, Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Vibraphon...) sowie Instrumentalisten klassisch arabischer Musik ( Nay, Qanun, Oud, arabische Perkussion).

Das intensive Musizieren von Studenten und Dozenten aus beiden musikalischen Traditionen wird hoffentlich wieder zu einzigartigen menschlichen Begegnungen-dieses Mal mit ägyptischen und tunesischen jungen Musikern- und unerhörter neuer Musik führen. Vielleicht wird auch eine neue kulturelle Einheit entstehen, die nationale und kulturelle Grenzen überbrückt, eine Grundvoraussetzung auch für eine neue arabische Welt.....

Die künstlerische Leitung liegt wie in den vergangenen Jahren in den Händen von :
Dr. Vladimir Ivanoff (Perkussion, Ensembleleitung)
Er wird unterstützt von den drei Dozenten:

Dr. Ashraf Mohamed Said Mohamed Ali Hikal (klassische Arab. Instrumente), Kairo
Dr. Mohammed-Ali Kammoun (Arab. Jazz), Tunis
Hugo Siegmeth (Europ. Jazz), München